Werner Scharff

Werner Scharff, 1912 geboren, arbeitet als Elektro­techniker in Berlin. 1938 heiratet er Gertrud Weisman. Seit 1941 ist Werner Scharff als Elektriker im Deportations­sammel­lager in der Levetzow­straße, später auch in der Großen Hamburger Straße tätig. Hier unterstützt er inhaftierte Jüdinnen und Juden. Werner Scharff und Otto Weidt sind gut bekannt, vermutlich lernen sie sich über Hans Rosenthal kennen.

Am 10. Juni 1943 taucht das Ehepaar Scharff unter. Am 14. Juli 1943 wird Werner Scharff entdeckt und in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort gelingt ihm am 7. September 1943 die Flucht nach Berlin. Gemeinsam mit Hans Winkler gründet Werner Scharff die Widerstands­gruppe Gemeinschaft für Frieden und Aufbau. Die Mitglieder unterstützen versteckt lebende Jüdinnen und Juden und verfassen und verteilen Flugblätter. Ein Teil der Gruppe wird von der Gestapo im Oktober 1944 fest­genommen, darunter auch Werner Scharff. Am 16. März 1945 wird er im KZ Sachsen­hausen erschossen. Gertrud Scharff kann sich verstecken und überlebt das Kriegsende in Berlin.