Veranstaltungen
Vortrag und Podiumsgespräch
Mo, 19. November 2025
18.00 Uhr
Präsentation des "Audioguides für alle"
Vortrag von Elisabeth Anschütz:
Der „Audioguide für alle“ des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt
Im Anschluss werden im Podium Kriterien für Inklusion im Museum diskutiert. Auf dem Podium sprechen: Christel Jung hat das Museum als blinde Person bei der Neukonzeption der Ausstellungen beraten. Michaela Gleinser (Braun Engels Gestaltung Ulm) ist die Gestalterin der Ausstellung. Katrina Blach arbeitet für den Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) als Mitarbeiterin im Bereich Kultur.
Seit 2023 zeigt das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt eine neue Dauerausstellung. Bei der Konzeption, Gestaltung und den Vermittlungsangeboten wurde großen Wert auf Inklusion gelegt. Das beinhaltete auch den neuen Audioguide, der sich besonders an Bedürfnissen von Menschen mit Seheinschränkungen und Gehörlosen orientiert.
Ort:
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Seminarraum 1
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung
bis zum 17. November 2025 unter: veranstaltung(at)museum-blindenwerkstatt.de
Vortrag
mit Dr. Beate Kosmala
Mo, 3. November 2025
18.00 Uhr
"Auschwitz war nur ein Wort" - 60 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozess
Vor 60 Jahren endete der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess. Anlässlich dieses Jahrestages wollen wir gemeinsam mit der Schwarzkopf-Stiftung und der Inge-Deutschkron-Stiftung auf dieses historische Verfahren zurückblicken.
Gemeinsam mit Ihnen und Dr. Beate Kosmala wollen wir die folgenden und weitere Fragen besprechen: Welche Rahmenbedingungen ermöglichten die Auschwitzprozesse? Welche Rolle spielten sie bei der Aufarbeitung des Holocaust in Deutschland? Inwiefern spiegeln die Prozesse die damalige gesellschaftliche Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen wider? Wie wirken sich die Prozesse bis heute auf die öffentliche Wahrnehmung von Schuld und Verantwortung aus? Welche Bedeutung hatte der Prozess für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus bis heute?
Dr. Beate Kosmala hat die Artikel der Holocaustüberlebenden Inge Deutschkron über den ersten Frankfurter Auschwitzprozess, die diese als Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv vor Ort verfolgte, übersetzt und in einer Sammlung unter dem Titel „Auschwitz war nur ein Wort. Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965“ veröffentlicht.
Ort:
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Seminarraum 1
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung
bis zum 2. November 2025 unter:
Vortrag und Filmvorführung
mit Friederike Fechner
Mi, 15. Oktober 2025
18.00 Uhr
Carl Blach – eine Spurensuche: Ein Stralsunder Händler bei Otto Weidt
Ein Hauskauf verändert plötzlich das Leben von Friederike Fechner. Sie und ihr Mann möchten ein baufälliges barockes Giebelhaus in der Stralsunder Altstadt vor dem endgültigen Verfall retten. Für die gelungene Sanierung erhalten sie den Bauherrenpreis der Hansestadt. Als Friederike Fechner anlässlich der Preisverleihung einen Blick auf die Historie des Hauses werfen will, stößt sie auf die Geschichte der jüdischen Familie Blach im Nationalsozialismus. Im Stadtarchiv Stralsund beginnt Friederike Fechners Spurensuche, die sich zu einer jahrelangen Forschungsarbeit unter anderem in New York, Amsterdam und der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück entwickelt.
Carl Philipp Blach, einer der Söhne des ursprünglichen Eigentümers Julius Blach, zwingt die Enteignung seines Geschäfts 1938 nach Berlin, wo er von April 1943 bis März 1944 als Bürsteneinzieher in der Blinden-werkstatt von Otto Weidt arbeitet. Sein Sohn aus erster Ehe, Hans Blach, taucht in Berlin unter und erhält Hilfe aus dem Netzwerk von Otto Weidt. Im Oktober 1943 wird er gefasst, nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.
Im Anschluss an den Vortrag wird der Film „Wo seid ihr? Die Blachs – Das Schicksal einer jüdischen Familie“ gezeigt.
Ort:
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Seminarraum 1
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung
bis zum 14. Oktober 2025 per E-Mail:
veranstaltung(at)museum-blindenwerkstatt.de
Wenn Sie regelmäßig zu unseren Veranstaltungen eingeladen werden möchten, nehmen wir Sie gern in den Veranstaltungsverteiler des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt auf. Bitte verwenden Sie dafür unser Online-Anmeldeformular.