Carl Blach – eine Spurensuche: Ein Stralsunder Händler bei Otto Weidt

mit Friederike Fechner

Mi 15. Oktober 2025
18:00 Uhr

Vortrag und Filmvorführung

Ein Hauskauf verändert plötzlich das Leben von Friederike Fechner. Sie und ihr Mann möchten ein baufälliges barockes Giebelhaus in der Stralsunder Altstadt vor dem endgültigen Verfall retten. Für die gelungene Sanierung erhalten sie den Bauherrenpreis der Hansestadt. Als Friederike Fechner anlässlich der Preisverleihung einen Blick auf die Historie des Hauses werfen will, stößt sie auf die Geschichte der jüdischen Familie Blach im Nationalsozialismus. Im Stadtarchiv Stralsund beginnt Friederike Fechners Spurensuche, die sich zu einer jahrelangen Forschungsarbeit unter anderem in New York, Amsterdam und der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück entwickelt.

Carl Philipp Blach, einer der Söhne des ursprünglichen Eigentümers Julius Blach, zwingt die Enteignung seines Geschäfts 1938 nach Berlin, wo er von April 1943 bis März 1944 als Bürsteneinzieher in der Blinden-werkstatt von Otto Weidt arbeitet. Sein Sohn aus erster Ehe, Hans Blach, taucht in Berlin unter und erhält Hilfe aus dem Netzwerk von Otto Weidt. Im Oktober 1943 wird er gefasst, nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.

Im Anschluss an den Vortrag wird der Film „Wo seid ihr? Die Blachs – Das Schicksal einer jüdischen Familie“ gezeigt.

 

Ort:
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Seminarraum 1
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin

 

Einladung