Kurt Wolf
Kurt Wolf wird am 7. Juli 1902 in Berlin geboren. Er ist vermutlich blind und heiratet die am 8. August 1891 in Kördorf (Hessen) geborene, ebenfalls blinde Ida Blumenthal. 1939 wohnen sie in der Helmholtzstraße 21 in Berlin-Charlottenburg. Kurt Wolf arbeitet zunächst als Kaufmann und spätestens ab 1941 als Bürsteneinzieher in der Blindenwerkstatt.
Im Sommer 1942 lebt das Ehepaar in der ehemaligen „Israelitischen Taubstummenanstalt“ in Berlin-Weißensee, die nun zwangsweise den Namen „Blinden- und Taubstummenheim“ trägt. Offenbar soll das Ehepaar bereits am 15. August 1942 nach Riga deportiert werden, ihre Namen sind auf der Deportationsliste zu finden. Sie werden aber aus unbekannten Gründen zurückgestellt.
Im November 1942 lebt das Ehepaar im Heim der Jüdischen Gemeinde in der Auguststraße 16 in Berlin-Mitte. Kurt und Ida Wolf werden schließlich am 29. November 1942 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. An Kurt Wolf erinnert heute ein Stolperstein vor dem Haus Helmholtzstraße 21 in Berlin-Charlottenburg.
