Otto Weidt

geb. 02.05.1883, Rostock –
gest. 22.12.1947, Berlin
Portraitfoto Otto Weidt

Otto Weidt wird 1883 in Rostock geboren und wächst in armen Verhältnissen auf. 1888 zieht die Familie nach Berlin, wo Otto Weidt den Beruf des Malers und Vergolders erlernt. In seiner Jugend organisiert er sich in anarchistischen Kreisen, diese Überzeugungen prägen ihn zeitlebens und er bezeichnet sich selbst als „individualistischen Anarchisten“. 1936 heiratet er in dritter Ehe die 1902 geborene Else Nast.

Nach seiner fast vollständigen Erblindung wird Otto Weidt Bürstenmacher und eröffnet 1939 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Gustav Kremmert die Blindenwerkstatt Otto Weidt, die sich seit 1940 in der Rosenthaler Straße 39 befindet.

Otto Weidt ist entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Er beschäftigt hauptsächlich Juden und Jüdinnen. Er tut alles, um ihnen das Leben unter dem nationalsozialistischen Regime zu erleichtern. Als er sie auch mit List und Bestechungen nicht mehr vor der Deportation bewahren kann, besorgt er Verstecke für einige von ihnen. Mit seiner Hilfe können mehrere Menschen überleben. Otto Weidt stirbt im Dezember 1947 im Alter von 64 Jahren.

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