Kurt Sultan

geb. 23.11.1882, Rosenberg/Westpreußen (Susz) gest. Sterbedatum unbekannt, Auschwitz-Birkenau

Kurt Sultan wird 1882 im westpreußischen Rosenberg geboren. 1939 wohnt er zusammen mit seinem Vater Samuel und seinen beiden jüngeren Schwestern Gertrud und Käthe in der Oranienstraße 66 in Berlin-Kreuzberg. Kurt Sultan arbeitet in der Blindenwerkstatt, er ist möglicherweise blind.

Am 10. September 1942 wird der Vater Samuel Sultan mit 87 Jahren in das Ghetto Theresienstadt deportiert und verstirbt kurze Zeit später. Am 12. Januar 1943 wird Kurt Sultan zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter und einer Mitarbeiterin der Blindenwerkstatt in das Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau verschleppt und dort ermordet. Einen Monat später werden seine beiden Schwestern Gertrud und Käthe nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.

Am 7. März 1943 schätzt der Obergerichtsvollzieher den Wert des Wohnungsinventars der Familie Sultan auf 306 Reichsmark. Das Vermögen wird „zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen“.

Heute erinnert vor dem Haus in der Kreuzberger Oranienstraße 66 ein Stolperstein an Kurt Sultan.

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