Alex Sommerfeld

geb. 17.04.1879, Kaldau (Kołdowo) –
gest. 09.12.1942, Auschwitz-Birkenau

Alex Sommerfeld wird 1879 in Kaldau bei Schlochau geboren. Er besucht ein Internat im damaligen Westpreußen und absolviert eine kaufmännische Lehre in der Konfektionsbranche. Seine erste Ehefrau verstirbt 1921. 1908 eröffnet er ein Futter- und Reste-Stoffwarengeschäft, das in den 1930er-Jahren geschlossen werden muss. Er heiratet 1927 die in Lemberg geborene Rosa Münzer und bringt seinen 18-jährigen Sohn Siegfried mit in die Ehe. 1939 wohnen sie in der Prenzlauer Allee 15 in Berlin-Prenzlauer Berg. Im April 1941 ziehen sie nach Berlin-Mitte. Dort wohnen sie zur
Untermiete. Alex Sommerfeld arbeitet als Bürsteneinzieher in der Blindenwerkstatt.

Am 9. Dezember 1942 werden Alex und Rosa Sommerfeld zusammen mit fünf weiteren Mitarbeitern und einer Mitarbeiterin der Blindenwerkstatt in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Sein Sohn Siegfried überlebt den Nationalsozialismus – möglicherweise durch Flucht. An Alex Sommerfeld erinnert heute ein Stolperstein vor dem Haus Prenzlauer Allee 15 in Berlin-Prenzlauer Berg.

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