Ernst Maass

geb. 23.01.1887, Stettin –
gest. 10.11.1963, Sterbeort unbekannt
Portraitfoto Ernst Maass

Ernst Maass wird im Januar 1887 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Stettin geboren.

Er schließt 1914 sein Jurastudium ab und nimmt als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Nach seiner Entlassung aus dem Militär lässt er sich 1919 in Berlin als Rechtsanwalt nieder. Am 25. November 1924 heiratet er die nichtjüdische Margarethe Klang. Zum Ende des Jahres 1938 verliert er die Zulassung als Rechtsanwalt. 1941 wird er gezwungen, seine Wohnung zu räumen. Alle Versuche, aus Deutschland zu fliehen, scheitern.

Ab 1943 muss er Zwangsarbeit leisten und arbeitet bei verschiedenen Berliner Firmen als Hilfsarbeiter. Im Zuge der „Fabrik-Aktion“ wird er im März 1943 festgenommen. Da er durch seine sogenannte Mischehe zunächst vor der Deportation geschützt ist, wird er aus der Haft entlassen.

Seit September 1944 ist Ernst Maass als Hilfsarbeiter in der Blindenwerkstatt tätig, wo er bis zum Kriegsende beschäftigt bleibt. Er überlebt den Krieg und arbeitet danach als Rechtsanwalt und Notar in Berlin. Ernst Maass verstirbt im November 1963.

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