Siegfried Lewin

geb. 07.07.1909, Mogilno/Posen gest. 1943, Auschwitz-Birkenau
Portraitfoto Siegfried Lewin

Siegfried Lewin wird am 7. Juli 1909 in Mogilno bei Posen geboren. 1933 heiratet er Gertrud Cohn. Ihr Sohn Martin wird 1934, ihre Tochter Scheine 1939 in Berlin geboren. Siegfried Lewin ist blind und 1939 der erste Angestellte der Blindenwerkstatt in der Großbeerenstraße 92. Er ist bis zu seiner Deportation 1943 bei Otto Weidt als Bürsteneinzieher tätig. Die Familie wohnt in der Raupachstraße 8 (heute Lichtenberger Straße 32/33) in Berlin-Mitte, bis sie am 1. Dezember 1942 an das Thielschufer 34 in Berlin-Kreuzberg umziehen muss. Dort wohnt sie zur Untermiete.
Am 28. Juni 1943 wird die Familie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Am 18. November 1943 wird der Betrag von 29,27 Reichsmark, die Siegfried Lewin bei dem örtlichen Gaslieferanten, der GASAG, im Voraus eingezahlt hat, vom Deutschen Reich eingezogen. An Siegfried Lewin erinnert heute ein Stolperstein vor dem Haus Lichtenberger Straße 32/33 in Berlin-Mitte.

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