Max Lewin
gest. 19.09.1956, Bad Reichenhall
Max Lewin wird 1890 in Berlin geboren. Er erlernt im Großhandelsgeschäft seines Vaters Nathan Lewin den Beruf des Handelskaufmanns. Max Lewin nimmt als Soldat in Russland am Ersten Weltkrieg teil. Ab 1925 baut Max Lewin eine eigene Großhandlung mit Perlmuttknöpfen auf. Im Jahr 1923 heiratet er die Nichtjüdin Ida Lindner. Auch sie arbeitet im Geschäft, welches das Ehepaar 1940 schließen muss. Beide leisten ab 1942 Zwangsarbeit.
Max Lewin wird als Zwangsarbeiter in verschiedenen Firmen und Behörden sowie in Fernbahnhöfen und Rüstungsbetrieben für schwere Transportarbeiten eingesetzt. Im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ wird er im Februar 1943 für zwölf Tage im Sammellager in der Rosenstraße inhaftiert. Ab Oktober 1944 arbeitet Max Lewin für einen Monat als Hilfsarbeiter in der Blindenwerkstatt.
Das Ehepaar Lewin wandert 1948 in die USA aus, kann dort aber nicht Fuß fassen und kehrt 1956 nach Deutschland zurück. Max Lewin stirbt am 19. September 1956 bei einem Kuraufenthalt in Bad Reichenhall.
