Gustav Kremmert

geb. 02.11.1899, Berlin gest. 1973, Berlin
Portraitfoto Gustav Kremmert

1899 in Berlin geboren, ist Gustav Kremmert zunächst als Metallarbeiter tätig. Er ist Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und wird 1933 für einige Monate inhaftiert. Als Gustav Kremmert infolge mehrerer Arbeitsunfälle keine schweren Tätigkeiten mehr verrichten kann, ist er mit Otto Weidt als Händler tätig.
Otto Weidt und Gustav Kremmert gründen 1939 gemeinsam die erste Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Kreuzberger Großbeerenstraße. Gustav Kremmert ist Mitinhaber der Firma und Weidts Stellvertreter. Auch in die Hilfe für die Verfolgten ist er stark eingebunden. Er besorgt Lebens- und Genussmittel sowie Kleidung. Von ihm stammt auch die Idee, das Versteck der Familie Horn mit einem Kleiderschrank zu tarnen. Wiederholt nimmt er selbst Verfolgte in seiner Wohnung auf.
Im November 1943 wird Gustav Kremmert trotz vorheriger Dienstuntauglichkeit zur Wehrmacht eingezogen, muss aber keinen Dienst an der Waffe leisten. Er kehrt im Februar 1947 in die Blindenwerkstatt zurück. 1953 siedelt er nach West-Berlin über, wo er 1973 stirbt. Eine Ehrung für seine Hilfe erfährt Gustav Kremmert nie.

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