Rosa Katz

geb. 02.09.1898, Samter/Posen gest. 1942, Auschwitz-Birkenau
Portraitfoto Rosa Katz

Rosa Katz wird am 2. September 1898 in Samter in der Provinz Posen als erstes von drei Kindern des Ehepaares Moritz und Henriette Katz geboren. 1933 flieht ihre Schwester Ruth in das britische Mandatsgebiet Palästina. Rosas Bruder Siegbert ist wegen seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus seit 1933 inhaftiert. Zuletzt ist er politischer Häftling im KZ Buchenwald, bis er am 17. Oktober 1942 in das KZ Auschwitz deportiert wird und dort zwei Monate später verstirbt.
Lange Zeit warten Moritz und Henriette Katz mit ihrer Auswanderung, weil sie auf die Entlassung ihres Sohnes hoffen. Erst im Sommer 1939 fliehen sie nach Palästina. Rosa Katz ist die Auswanderung wahrscheinlich nicht möglich, weil sie seit ihrer Kindheit schwer sehbehindert ist. Sie wohnt im jüdischen „Blinden- und Taubstummenheim“ in Berlin-Weißensee, später im Heim der Jüdischen Gemeinde in der Auguststraße 16. Sie arbeitet mindestens ab 1941 als Bürsteneinzieherin in der Blindenwerkstatt Otto Weidt. Am 9. Dezember 1942 wird Rosa Katz in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.

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