Hans Israelowicz

geb. 12.06.1924, Berlin –
gest. 18.05.2018, Berlin
Portraitfoto Hans Israelowicz

Hans Israelowicz wird 1924 in Berlin geboren. Die Mutter Elise, geborene Paulick, stammt aus einem evangelischen Elternhaus und tritt mit ihrer Heirat 1921 zum jüdischen Glauben über. Infolge einer Erkrankung im Säuglingsalter ist Hans Israelowicz gehbehindert. Die Familie wohnt in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte. Dort befindet sich auch das Bettengeschäft des Vaters, das in der Pogromnacht im November 1938 zerstört wird. Im Dezember 1941 stirbt Hans Israelowicz' Vater.

Im Zuge der „Fabrik-Aktion“ wird Hans Israelowicz Ende Februar 1943 festgenommen. Nach seiner Entlassung aus der Haft muss er Zwangsarbeit leisten. Im Dezember 1943 kommt er in die Blindenwerkstatt und wird dort als Bürsteneinzieher angelernt. Anfang 1945 erscheint er aus Angst vor der näher rückenden Front nicht mehr zur Arbeit. Als ihre Wohnung zur Jahreswende 1943/44 ausgebombt wird, ziehen Mutter und Sohn nach Berlin-Lichtenberg. Dort lebt Hans Israelowicz bis Kriegsende getarnt als Hans Paulick und überlebt die nationalsozialistische Verfolgung.

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