Erna Haney

geb. 05.09.1895, Lissa in Posen –
gest. 12.05.1990
Portraitfoto Erna Haney

Erna Friedlaender wird am 5. September 1895 in Lissa in der Provinz Posen geboren. Sie besucht eine Handelsschule und zieht 1911 nach Berlin. Hier arbeitet sie als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei. Auch ihre Eltern siedeln 1922 nach Berlin über und eröffnen ein Lebensmittelgeschäft.
Erna Friedlaender heiratet 1921 Gottfried Haney, der Katholik ist. Im selben Jahr wird ihr gemeinsamer Sohn Franz geboren, 1924 ihr Sohn Wolfgang. Gottfried Haney ist Pianist und führt eine eigene Musikschule. Da er sich weigert, sich von seiner jüdischen Ehefrau scheiden zu lassen, erhält er ein Berufsverbot und ist gezwungen, seine Musikschule zu schließen. Er muss Zwangsarbeit in verschiedenen Rüstungsbetrieben leisten.
Erna Haney wird ebenfalls zwangsverpflichtet und arbeitet von Januar bis April 1945 als Hilfsarbeiterin in der Blindenwerkstatt. Durch ihre Ehe mit Gottfried Haney sind sie und ihre Söhne zunächst vor der Deportation geschützt. Nach Vorladungen der Gestapo taucht sie aber mehrmals für einige Zeit unter. Erna Haney stirbt am 12. Mai 1990 im Alter von 94 Jahren.

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