Arthur David
gest. 24.12.1962, Berlin
Arthur David wird 1887 in Berlin geboren. Er besucht die Volksschule und die jüdische Religionsschule und macht anschließend eine kaufmännische Lehre. Von 1915 bis 1918 ist er als Angehöriger des Landsturms an der Front und wird dafür mit dem Ehrenkreuz für Frontkämpfer ausgezeichnet. Er heiratet im Dezember 1920 die nichtjüdische Charlotte Schnelle. Diese sogenannte Mischehe schützt ihn vor der Deportation. Arthur David erblindet im Laufe der 1930er-Jahre.
Er arbeitet im Warenhauskonzern „Hermann Tietz & Co.“ am Berliner Alexanderplatz, bis er 1936 infolge der antisemitischen Gesetzgebung entlassen wird. Arthur David wird im Verlauf des Krieges zu Zwangsarbeit in verschiedenen Tiefbau-Unternehmen verpflichtet und arbeitet später bei Otto Weidt. Die Art und die Dauer seiner Tätigkeit für Weidt sind unbekannt. Im Verlauf der „Fabrik-Aktion“ im März 1943 wird er für etwa eine Woche im Sammellager in der Großen Hamburger Straße inhaftiert.
Arthur David stirbt am 24. Dezember 1962 in Berlin-Baumschulenweg.
