Leo Cohn

geb. 05.11.1892, Gollub/Westpreußen gest. Todesdatum unbekannt, Auschwitz-Birkenau
Portraitfoto Leo Cohn

Leo Lesser Cohn wird 1892 in Gollub in Westpreußen geboren. 1926 heiratet er Rosette Recha Lump. Das Paar lebt ab 1938 in der Berchtesgardener Straße 35, im selben Haus wie Familie Licht und die Zwillingsschwestern Bernstein. Das Ehepaar Cohn betreibt mehrere Drogerien. 1937 müssen sie das erste Geschäft schließen, die anderen werden im Zuge des Novemberpogroms 1938 zerstört. 1939 können ihre beiden Töchter Hanna und Dorothea nach England fliehen.
Als ihr jüdischer Bekannter, Walter Marwilsky, Ende April 1942 untertaucht, nehmen sie ihn in ihrer Wohnung auf. Vermutlich im Zuge der „Fabrikaktion“ im Februar 1943 taucht das Ehepaar Cohn ebenfalls unter. Leo Cohn kann in dieser Zeit vermutlich bei Otto Weidt in der Blindenwerkstatt arbeiten. Rosette Cohn wird Mitte Oktober 1943 von der Gestapo gefasst und in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Möglicherweise wird sie im Zuge einer Razzia in der Blindenwerkstatt festgenommen.
Leo Cohn wird einige Monate später ebenfalls festgenommen und am 10. August 1944 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Die Todesdaten von Leo und Rosette Cohn sind unbekannt.

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