Bernhard Bromberger
Bernhard Bromberger wird 1877 in Adelnau in der Provinz Posen geboren. Er heiratet 1908 Lina Neumark und wird Vater von drei Söhnen und einer Tochter. Im Ersten Weltkrieg dient er als Soldat.
1919 zieht er mit seiner Familie nach Berlin und eröffnet das Baumwollwarengeschäft „Bernhard Bromberger, Engross-Textilwaren-Export“ in Berlin-Mitte. Ende 1938 muss er das Geschäft zwangsweise deutlich unter Wert verkaufen. Bernhard Bromberger leidet an einer Augenkrankheit und erblindet. Seinen Kindern gelingt es, aus Deutschland zu fliehen. Auch Lina und Bernhard Bromberger bemühen sich um die Auswanderung und erhalten ein Zertifikat für die Ausreise in das britische Mandatsgebiet Palästina. Warum sie nicht geflohen sind, ist unbekannt. Möglicherweise ist seine Blindheit der Grund dafür gewesen.
Bernhard Bromberger arbeitet bei Otto Weidt als Bürsteneinzieher, bis er am 19. Februar 1943 zusammen mit seiner Ehefrau Lina im Alter von 65 Jahren in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wird.
