Carl-Philipp Blach
gest. 16.05.1946, Berlin
Carl Blach wird 1887 in Stralsund geboren. Nach seiner Lehrzeit übernimmt er 1915 das Lederwarengeschäft seines Vaters. Seine Söhne aus erster Ehe, Hans und Gert, sind dort ebenfalls tätig. Von seinem Frontdienst im Ersten Weltkrieg kehrt Carl Blach fast gehörlos zurück. Im Jahr 1935 heiratet er die katholische Lisbeth Krohn.
Als Carl Blach 1938 als Jude gezwungen wird, sein Unternehmen aufzulösen, siedelt die Familie von Stralsund nach Berlin über. Dort wird im Oktober Tochter Ingeborg geboren, sechs Jahre später kommt Sohn Peter zur Welt. Carl Blach und seine beiden erwachsenen Söhne werden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Carl Blach arbeitet von April 1943 bis März 1944 als Bürsteneinzieher in der Blindenwerkstatt. Im Februar 1943 wird er im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ festgenommen und für acht Tage im Sammellager in der Rosenstraße inhaftiert.
Hans und Gert Blach leben ab 1942 versteckt. Im August und Oktober 1943 werden sie jedoch entdeckt und nach Auschwitz deportiert. Beide gelten seitdem als „verschollen“.
Nach der Befreiung erleidet Carl Blach einen Zusammenbruch, er stirbt am 16. Mai 1946.
