Emil Billitz
gest. 08.01.1947, Berlin
Emil Billitz wird 1888 in Wien geboren. Er beginnt nach dem Abitur ein Maschinenbaustudium. Das Studium wird durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, an dem er als Leutnant der österreichischen Armee teilnimmt.
1938 muss er als Jude seinen Beruf als selbständiger Kaufmann und Reiseingenieur aufgeben. Ab Anfang 1942 muss er Zwangsarbeit leisten und schwere Kisten transportieren.
Seit Juli 1934 ist er mit der nichtjüdischen Erna Hennig verheiratet. Die Ehe schützt ihn vor der Deportation. Im Zuge der „Fabrik-Aktion“ wird er im Frühjahr 1943 für einige Tage erst in einem SS-Kasernengelände in Berlin-Lichterfelde und später im Sammellager in der Rosenstraße inhaftiert. Nach seiner Entlassung ist er als Hilfsarbeiter bei der Reichsbahn eingesetzt. Dort erleidet er im Juni 1943 einen schweren Betriebsunfall, in dessen Folge er unter Schwerhörigkeit leidet.
Ab dem 3. November 1944 arbeitet Emil Billitz bis kurz vor Kriegsende in Teilzeit als Bürsteneinzieher in der Blindenwerkstatt. Er stirbt am 8. Januar 1947 in Berlin.
