Gustav Ballo
gest. 11.07.1954, Berlin
Gustav Ballo wird 1901 in Forst in der Lausitz geboren. Als 15-Jähriger beginnt er eine Ausbildung zum Kaufmann und arbeitet anschließend als Einrichter und Disponent für Stoffe, Kleider und Blusen. Zu Beginn des Jahres 1939 wird er als Jude entlassen.
Gustav Ballo versucht der Zwangsarbeit zu entgehen, indem er einen Antrag auf Ruhegeld wegen geminderter Arbeitsfähigkeit stellt. Dieser wird jedoch abgelehnt, und er wird im April 1940 bei der Firma L. Späth „dienstverpflichtet“. Hier muss er schwere Erdmassen bewegen und erleidet nach einem Monat einen körperlichen Zusammenbruch. Ab Oktober 1941 arbeitet er trotz Krankheit aus Angst vor einer Inhaftierung weiter als Abbruch- und Transportarbeiter in mehreren Betrieben.
Vom 21. März 1944 bis zum 4. Januar 1945 ist er als Hilfsarbeiter in der Blindenwerkstatt tätig.
Durch seine Ehe mit der Nichtjüdin Elisabeth Ballo (geborene Scharn) bleibt Ballo vor der Deportation geschützt. Gustav Ballo überlebt den Nationalsozialismus. Er stirbt im Alter von 53 Jahren in Berlin.
