Georg Licht

Georg Licht wird am 16. September 1881 in Kempen in Posen geboren. Er heiratet die vier Jahre jüngere Käthe Gundermann. Ihre Tochter Alice wird 1916 in Berlin geboren.
 
Georg Licht arbeitet als Kaufmann in der Firma seines Schwiegervaters, Julius Gundermann. Die in Berlin-Mitte ansässige Firma „L&H Gundermann“ vertreibt Strick- und Wirkwaren u.a. für die Warenhauskette von Hermann Tietz. Georg Licht wird zunächst Mitinhaber, später Alleininhaber der Firma. Julius Gundermann stirbt 1930.
 
Während der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 wird das Geschäft geplündert und zerstört. Durch ihre Beziehungen zur Jüdischen Gemeinde verschafft Alice Licht ihrem Vater dort eine Stelle als Buchhalter. Später ist Georg Licht als Arbeiter in der Blindenwerkstatt beschäftigt.
 
Im Februar 1943 versteckt Otto Weidt die Familie Licht in einem Lagerraum der Blindenwerkstatt in der Neanderstraße 12 in Berlin-Mitte. Im Oktober 1943 nimmt die Gestapo die Familie fest und deportiert sie zunächst in das Ghetto Theresienstadt, sechs Monate später in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Georg und Käthe Licht werden am 15. Juli 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet.

An Georg und Käthe Licht erinnern heute "Stolpersteine" vor dem Haus Heinrich-Heine-Straße 12 in Berlin-Mitte.


Georg Licht
"Stolpersteine" für Georg und Käthe Licht