Rosa Katz

Rosa Katz wird am 2. September 1898 in Samter in Posen als erstes Kind des Kaufmannes Moritz Katz und seiner Ehefrau Henriette Julia Katz, geb. Michael, geboren. Ein Jahr später kommt ihr Bruder Siegbert, acht Jahre später ihre Schwester Ruth zur Welt.
 
Bereits 1933 emigriert Rosas Schwester Ruth mit ihrem Ehemann und zwei Kindern nach Palästina. Rosas Bruder Siegbert ist von 1933 bis 1936 in verschiedenen Zuchthäusern inhaftiert. Im Dezember 1936 wird er in das KZ Buchenwald, im Februar 1937 in das KZ Dachau verschleppt. Ab September 1938 wird er als politischer Häftling im KZ Buchenwald gefangen gehalten, bis er am 17. Oktober 1942 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wird.
 
Lange Zeit warten die Eltern Moritz und Henriette Katz mit ihrer Auswanderung, weil sie auf die Entlassung ihres Sohnes hoffen. Erst im Sommer 1939 emigrieren sie nach Palästina. Rosa Katz wird die Einwanderung nicht erlaubt, weil sie seit ihrer Kindheit erblindet ist. Sie wohnt in der Israelitischen Taubstummenanstalt in Berlin-Weißensee, später im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde in der Auguststraße 16. Sie arbeitet als Bürsteneinzieherin in der Blindenwerkstatt. Am 9. Dezember 1942 wird Rosa Katz nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.

An Rosa Katz erinnert heute ein "Stolperstein" vor dem Haus Otto-Braun-Straße 87 (früher: Neue Königstraße 6) in Berlin-Prenzlauer Berg.

Rosa Katz
"Stolperstein" für Rosa Katz vor dem Haus Neue Königstraße 6 in Berlin-Prenzlauer Berg. Quelle: MBOW
"Stolperstein" für Rosa Katz