Kurt Wolf

Kurt Wolf wird am 7. Juli 1902 in Berlin geboren. Er heiratet die am 8. August 1891 in Kördorf (Hessen) geborene, ebenfalls blinde Ida Blumenthal. 1939 wohnen sie in der Helmholtzstraße 21 in Berlin-Charlottenburg. Kurt Wolf arbeitet als Bürsteneinzieher in der Blindenwerkstatt.

Am 29. November 1942 werden Kurt und Ida Wolf nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Kurt wird im Januar 1942 dort ermordet, Idas Todeszeitpunkt ist unbekannt. In ihren Vermögenserklärungen geben sie als letzte Adresse vor ihrer Deportation das Heim in der Auguststraße 14-16 in Berlin-Mitte an.

Am 28. Dezember 1942 notiert ein Beamter der Reichsfinanzverwaltung bei der Auflistung des Wohnungsinventars: „Von den Juden Wolf wurden keine Sachen vorgefunden“.

An Kurt Wolf erinnert heute ein "Stolperstein" vor dem Haus Helmholtzstraße 21 in Berlin-Mitte (Tiergarten).

Kurt Wolf
"Stolperstein" für Kurt Wolf vor dem Haus Helmholtzstraße 21 in Berlin-Mitte (Tiergarten). Quelle: MBOW
"Stolperstein" für Kurt Wolf