Julius von der Wall

Julius von der Wall wird am 23. November 1876 in Norden in Ostfriesland geboren.
 
Ab dem 18. März 1940 wohnt Julius von der Wall in der Keithstraße 14 in Berlin-Schöneberg. Dort bewohnt er zusammen mit seinen beiden Schwestern Therese und Sophie von der Wall anderthalb Zimmer zur Untermiete bei Toni Süssmann. Als Bürsteneinzieher arbeitet er in der Blindenwerkstatt.
 
Am 28. August 1942 muss Julius von der Wall seine Vermögenserklärung unterzeichnen. Nur wenige Tage später, am 5. September 1942, wird Julius von der Wall zusammen mit seinen Schwestern Therese und Sophie nach Riga deportiert. Alle werden ermordet.

Therese und Sophie von der Wall besitzen ein Grundstück in der Kleinen Neustraße 4 in ihrem Geburtsort Norden, das nach ihrer Deportation dem Deutschen Reich überschrieben wird.

An Julius von der Wall erinnert heute ein "Stolperstein" vor dem Haus Keithstraße 14 in Berlin-Schöneberg.
 

"Stolperstein" für Julius von der Wall
"Stolperstein" für Julius von der Wall