Bernhard Bromberger

Bernhard Bromberger wird am 13. März 1877 in Adelnau in Posen geboren. Er heiratet Lina Neumark und wird Vater von drei Söhnen und einer Tochter. Im Ersten Weltkrieg dient er von 1914 bis 1918 als Soldat, wird verwundet und gerät in russische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg zieht er mit seiner Familie nach Berlin und eröffnet ein Textilgeschäft in der Spandauer Straße in Berlin-Mitte.
 
Bernhard Bromberger leidet an einer Augenkrankeit und erblindet. Seinen vier Kindern gelingt es Deutschland rechtzeitig zu verlassen. Wegen seiner Blindheit lehnt er die Emigration nach Shanghai ab.
 
Bernhard Bromberger arbeitet bei Otto Weidt als Bürsteneinzieher, bis er am 19. Februar 1943 zusammen mit seiner Ehefrau Lina im Alter von 65 Jahren nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wird.

An Bernhard Bromberger erinnert heute ein "Stolperstein" vor dem Haus Linienstraße 31 in Berlin-Mitte.

Ehepaar Bromberger
"Stolperstein" für Bernhard Bromberger