Jahresübersicht 2013

Wenn Sie regelmäßig zu unseren Veranstaltungen eingeladen werden möchten, nehmen wir Sie gern in den Veranstaltungsverteiler des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt auf. Bitte setzen Sie sich dazu mit uns in Verbindung unter 030/ 28 59 94 07 oder unter info(at)museum-blindenwerkstatt.de

18.10.2013 um 12 Uhr

»... abgeholt!« Gedenken an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 72 Jahren

Am 18. Oktober 2013 um 12 Uhr veranstaltet die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und der Deutschen Bahn eine Gedenkfeier am Denkmal »Gleis17«am S-Bahnhof Grunewald zur Erinnerung an die erste Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger in die nationalsozialistischen Vernichtungslager 1941.

Begrüßung: Prof. Dr. Johannnes Tuchel, Leiter Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Grußworte: Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin und Rabbiner Daniel Alter, Jüdische Gemeinde zu Berlin
Gedenkrede: Walter Frankenstein, (*1924), lebte von 1942 bis 1945 mit seiner Familie im Untergrund in Berlin

Beiträge von Berliner Schülerinnen und Schülern des Max-Planck-Gymnasiums zu Stolperstein-Biografien.
Musikalische Umrahmung durch die Saxophonistin Kathrin Lemke.

Am Ende der Veranstaltung werden weiße Rosen am Bahnsteig niedergelegt.

25.09.2013 um 19 Uhr

Buchlesung von Eva Züchner: "Der verbrannte Koffer"

Eva Züchner ist Historikerin und Literaturwissenschaftlerin.

Sie geht der Geschichte der jüdischen Kaufmannsfamilie Caro aus Berlin nach und schildert eindringlich und fesselnd die Spurensuche. Diese nimmt ihren Ausgang bei den Ermittlungen zum Mord am Mannequin Tilly Albrecht, der zunächst fälschlich Walter Caro angelastet wurde.

Dieser lebte später untergetaucht in Berlin, wurde aber im Zusammenhang mit der Widerstandsgruppe Europäische Union im Herbst 1943 von der Gestapo aufgespürt und nach Auschwitz deportiert, wo er am oder kurz nach dem 20. April 1944 ermordet wurde.

Sein Schicksal wird auch in der Gedenkstätte Stille Helden dargestellt.

Moderation: Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden

31.08.2013 um 18 Uhr

Veranstaltungen des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt zur 33. Langen Nacht der Berliner Museen

19.00 Uhr  Inge Deutschkron präsentiert ihr Buch „Sie blieben im Schatten“ – ein Denkmal für „Stille Helden“, das 2012 erschien. Begleitet wird sie von SchauspielerInnen und MusikerInnen des Grips-Theaters.

Inge Deutschkron möchte Ihnen Menschen vorstellen, die in jenen schrecklichen Jahren mithalfen, ihre Mutter und sie den Nazi-Mördern zu entreißen. Zwar hat sie das schon bei früheren Veranstaltungen getan. Doch nun will sie Sie mit deren Lebensgeschichten bekannt machen. Wer diese Menschen waren, denen die Rettung anderer über Gefahren für die selbst ging. Tatsächlich waren es ganz gewöhnliche Menschen, die Großes taten, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Was sie verbindet, ist die Tatsache, dass sie allen Schichten angehörten. Sie kamen aus religiösen Kreisen, gehörten zu den politischen Gegnern des Regimes oder waren einfach nur Menschen mit einem ausgeprägtem Gefühl für Recht und Unrecht. Sie wurden von den unterschiedlichsten Motiven angetrieben und dennoch verbindet sie vieles. Für Inge Deutschkron sind es Helden. Sie hofft, dass sie Ihnen nach der Veranstaltung ebenso viel bedeuten wie ihr.

ab 21 Uhr stündlich Führungen durch die Sonderausstellung und die Dauerausstellung des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt

09.07.2013 um 10 Uhr und 13.30 Uhr

Bürstenbastelworkshops

In Kooperation mit dem Jugendkulturservice Berlin finden auch in diesem Jahr zwei Workshops für Kinder ab 10 Jahren statt. Nach einer Führung durch das Museum stellen die Kinder unter Anleitung des Bürstenmachers Volker Schröder ihren eigenen Handfeger her.

12.06.2013 um 19 Uhr

Zeitzeugengespräch mit Rahel Mann

Rahel Mann, 1937 als Renate Wolf in Berlin geboren, sagt heute über ihre frühen Jahre: „Ich habe als kleines Kind keine heile Familie, keine zärtliche Mutter, kein geborgenes Zuhause gekannt. Deswegen haben mir diese Dinge im Versteck auch nicht gefehlt.“

Nach den NS-Kategorien ist das Mädchen Renate „Geltungsjüdin“. Bis 1944 kommt sie, während ihre Mutter arbeiten muss, u. a. im Haus des Pfarrers Eitel-Friedrich von Rabenau von der Schöneberger Apostel-Paulus-Kirche unter. Die letzten Kriegsmonate verbringt das Kind in einem Kellerverschlag in der Starnberger Straße 2, wo es von Frau Vater, der mütterlichen Hauswartsfrau, versorgt wird.

Rahel Mann arbeitet später als Psychotherapeutin und Heilpraktikerin.

Moderation: Dr. Beate Kosmala, Gedenkstätte Stille Helden

28.02.2013 um 17 Uhr

Gedenken an die "Fabrik-Aktion" und den Protest in der Rosenstraße

Aus Anlass des 70. Jahrestages der "Fabrik-Aktion" und des Protestes in der Rosenstraße möchten wir Sie zu einer Gedenkveranstaltung einladen.

Programm:
16 Uhr Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße
17 Uhr Gedenkfeier in der Rosenstraße an der Skulptur der Bildhauerin Ingeborg Hunzinger
18.30 Uhr Filmvorführung im Instituto Cervantes in der Rosenstraße 18: "Rosenstraße" von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2003

28.01.2013 um 15 Uhr

Gedenkveranstaltung des Fördervereins für die ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blindenwerkstatt Otto Weidt in der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Berlin-Steglitz

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages wollen wir, wie in den vergangenen Jahren, unserer ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blindenwerkstatt Otto Weidt gedenken und gemeinsam mit Ihnen am Gedenkstein vor der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Steglitz Blumen niederlegen. Da der Gedenktag in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, findet unsere Veranstaltung am Montag, den 28. Januar 2013, statt.


Programm:
·  Begrüßung durch Inge Deutschkron, Vorsitzende des Fördervereins „Blindes Vertrauen e.V.“
·  derzeitige und ehemalige Mitglieder des Ensembles des GRIPS Theaters präsentieren Lieder und Texte aus dem Theaterstück "Ab heute heißt du Sara"
·  Blumenniederlegung am Gedenkstein


Ort: Ehemalige Jüdische Blindenanstalt, Wrangelstraße 6, Berlin-Steglitz