Jahresübersicht 2016

Wenn Sie regelmäßig zu unseren Veranstaltungen eingeladen werden möchten, nehmen wir Sie gern in den Veranstaltungsverteiler des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt auf. Bitte setzen Sie sich dazu mit uns in Verbindung unter 030/ 28 59 94 07 oder unter info(at)museum-blindenwerkstatt.de

07.10.2016 um 16 Uhr

Gespräch mit Anita Lasker-Wallfisch unter dem Titel "Ihr sollt die Wahrheit erben: Die Cellistin von Auschwitz"

Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des sogenannten »Mädchenorchesters von Auschwitz«. Während die ältere Schwester Marianne es noch nach Englnd schaffte, wurden ihr Eltern 1942 deportiert und ermordet. Ihre Schwester Renate und sie blieben in Breslau allein zurück und mussten Zwangsarbeit in einer Papierfabrik leisten. Nach ihrer Ergreifung bei einem Fluchtversuch nach Frankreich folgten Gefängnis und Zuchthaus, Auschwitz ud Bergen-Belsen. Anita Lasker-Wallfisch hat durch das Cellospielen und die Mitgliedschaft im Mädchenorchester überlebt.

Wir kann ein Mensch nach einem solchen "ersten Leben" ein "zweites Leben" führen? Welche Rolle spielt die Musik?

Wir freuen uns über die Bereitschaft von Anita Lasker-Wallfisch, mit uns und unseren Gästen Antworten auf diese Fragen zu finden.

Die Historikerin Barbara Schieb von der Gedenkstätte Stille Helden wird das Gespräch moderieren.

08.05.2016 um 13.30 Uhr und 15 Uhr

DENK MAL AM ORT

Bei DENK MAL AM ORT geht es um Menschen, die in der NS-Zeit aus der Gesellschaft ausgegrenzt, verfolgt, deportiert, ermordet wurden. An den Orten, an denen sie in Berlin gewohnt haben, an diesen authentischen Orten, soll ihrer gedacht werden, wollen wir an sie erinnern – jeweils an dem Wochenende, das auf den Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs folgt. 2016 ist dies das Wochenende 7./8. Mai.
Zu diesem Projekt findet am 8. Mai in der Gedenkstätte Stille Helden und im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt folgendes Programm statt:

13.30 Uhr Zeitzeugengespräch mit Petra und Franz Michalski, sie erzählen die dramatische Flucht-Geschichte der Familie Michalski 1944-1945, die von dem NS-Regime als jüdisch verfolgt wurde.

15.00 Uhr Max Paier (österreichischer Gedenkdiener in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand) liest aus Briefen und Gedichten, die Mitarbeiter/innen der Blindenwerkstatt in den Jahren 1942 bis 1946 geschrieben haben.

Beide Veranstaltungen werden von Martina Voigt (Gedenkstätte deutscher Widerstand) moderiert.

29.02.2016 um 16 Uhr

Gedenken an die "Fabrik-Aktion" und den Protest in der Rosenstraße

Am 27. Februar 1943 fand die "Fabrik-Aktion" statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeits-stätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz depotiert wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdsichen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden, harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus - bis zu deren Freilassung. Daran möchten wir erinnern.

Programm:
16.00 Uhr Stilles Gedenken am Mahnmal
Große Hamburger Straße
16.40 Uhr Gedenkfeier in der Rosenstraße
17.15 Uhr Zeitzeugengespräch mit Ruth Winkelmann und Schülerinnen und Schülern der Berlin British School im Instituto Cervantes, Rosenstraße 18

28.01.2016 um 18 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung "Verdrängt - Verfolgt - Vergessen" über "Berliner Juden im Sport vor und nach 1933"

Die Sonderausstellung wurde vom Förderverein "Blindes Vertrauen e.V." erarbeitet. Inge Deutschkron, Vorsitzende des Fördervereins, Senator a.D. Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes, Gert Rosenthal, Sohn von Hans Rosenthal und Leonard Kaminski vom TuS Makkabi Berlin werden Grußworte zur Eröffnung sprechen.

Die Ausstellung zeichnet die Lebenswege einiger jüdischer Sportlerinnen und Sportler in Berlin nach und vermittelt am Beispiel ihrer Schicksale und der Verhaltensweisen der verantwortlichen Politiker und Sportfunktionäre die Auswrkungen des Naziterrors in diesem Lebensbereich. Gleichzeitig verdeutlicht die Ausstellung, wie erfolgreich die Berliner jüdische Jugend im Sport war und mit welcher Begeisterung die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Berlins an der Entwicklung des Sports beteiligt waren.

27.01.2016 um 15 Uhr

Gedenkveranstaltung des Fördervereins für die ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blindenwerkstatt Otto Weidt in der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Berlin-Steglitz

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages wollen wir, wie in den vergangenen Jahren, unserer ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blindenwerkstatt Otto Weidt gedenken und gemeinsam mit Ihnen am Gedenkstein vor der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Steglitz Blumen niederlegen.

Programm:
·  Begrüßung durch Inge Deutschkron, Vorsitzende des Fördervereins
·  Lesung "Das Vermächtnis der René Biwas und "Das Auschwitz-Lied"
·  Umrahmung der Veranstaltung durch Adrian Liebermann auf dem Saxophon
·  Blumenniederlegung am Gedenkstein

Ort: Ehemalige Jüdische Blindenanstalt, Wrangelstraße 6, Berlin-Steglitz