Jahresübersicht 2017

Wenn Sie regelmäßig zu unseren Veranstaltungen eingeladen werden möchten, nehmen wir Sie gern in den Veranstaltungsverteiler des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt auf. Bitte setzen Sie sich dazu mit uns in Verbindung unter 030/ 28 59 94 07 oder unter info(at)museum-blindenwerkstatt.de

27.01.2017 um 15 Uhr

Gedenkveranstaltung des Fördervereins für die ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blindenwerkstatt Otto Weidt in der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Berlin-Steglitz

Auch in diesem Jahr wollen wir zum des Holocaust-Gedenktages der ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Blindenwerkstatt Otto Weidt gedenken und gemeinsam mit Ihnen am Gedenkstein vor der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Berlin-Steglitz Blumen niederlegen.

Programm:

- Begrüßung durch André Schmitz, Vorsitzender des Fördervereins „Blindes Vertrauen e.V.“
- Einleitung durch Inge Deutschkron, Ehrenvorsitzende des Fördervereins
- Lesung durch Nina Lorck-Schierning aus dem Buch „Das verlorene Glück des Leo H.“
- Das Programm wird musikalisch begleitet von Adrian Liebermann am Saxophon
- Blumenniederlegung am Gedenkstein

Der Verein Philosophia Europa e.V. stellt freundlicherweise wieder das Treppenhaus in der Wrangelstraße 6 für die Veranstaltung zur Verfügung.

19.01.2017 um 19 Uhr

Podiumsgespräch und Katalogpräsentation im Rahmen der Sonderausstellung "Verdrängt Verfolgt Vergessen - Berliner Juden im Sport vor und nach 1933" Thema: Warum jüdischer Sport?

Im modernen Sport unterliegen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichen Regeln und gemeinsamen Schiedsgerichten, sportliche Wettkampfergebnisse sollen weltweit vergleichbar sein. Neben dem Leistungs- und Wettkampfgedanken besitzt Sport so auch ein egalitäres Moment. Sein Gleichheitsversprechen scheint gut zur modernen, demokratischen Gesellschaft gleichberechtigter Bürger zu passen.Warum also sollten Jüdinnen und Juden in eigenen Organisationen Sport treiben?

Dabei umfasst Sport im weiteren Sinne auch seine Organisationsformen, Vereine und Verbände, dazu seine Fangemeinde und seine kommerzielle Verwertung. Sport ist also nicht nur Sache der Sporttreibenden und Fans, sondern auch eine Angelegenheit von allgemeiner gesellschaftspolitischer Relevanz. Unterschiedliche Interessen, politische Positionen und Loyalitäten und damit auch politische Konflikte gehören daher zur deutschen Sportgeschichte, in der sich die gleichen Probleme wie in die deutsche Geschichte überhaupt eingegraben haben, wie nicht zuletzt unsere Ausstellung „Verdrängt Verfolgt Vergessen“ zeigt.

In einem Podiumsgespräch stellen der Sportler Leonard Kaminski von TuS Makkabi Berlin, der Historiker Ralf Schäfer und der Journalist Martin Krauss aktuelle und historische Betrachtungen zum jüdischen Sport in Deutschland an.