Jahresübersicht 2010

Termine zu Vortrags- und anderen öffentlichen Veranstaltungen der Gedenkstätte Deutscher Widerstand werden auch in der Presse veröffentlicht. Auf Wunsch wird Ihre Anschrift gerne in den Veranstaltungsverteiler der Gedenkstätte Deutscher Widerstand aufgenommen. Dies ist auch per Telefon: +49-30-26 99 50 00 oder Fax: +49-30-26 99 50 10 möglich.

Archiv: 2009 2010
15.09.2010 um 19.00 Uhr

Filmvorführung ein: "Berlin '36" Ein Film von Kaspar Heidelbach - Central Kino Rosenthaler Straße 39 10178 Berlin

Der Film „Berlin `36“ basiert auf der wahren Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann, die bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin als Favoritin für die Gold-

medaille galt. Um einen möglichen Sieg Bergmanns zu verhindern, schickten die Nationalsozialisten Marie Kettler – in Wahrheit ein Mann – als Konkurrentin gegen sie ins Rennen.

Der Eintritt ist frei.

Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung per E-Mail an: info(at)museum-blindenwerkstatt.de oder per Fax unter 257 62 614 mit dem beigefügten Formular.

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

28.08.2010 um 19 Uhr

Die längsten Nächte - Versteckt in Berlin - Veranstaltungen zur 27. Langen Nacht der Berliner Museen

Zwischen Oktober 1941 und Kriegsende wurden mehr als 56.000 Berliner Juden in die Vernichtungslager und Mordstätten deportiert. Doch mehr als 5.000 entzogen sich der Deportation und rund 1.700 Juden überlebten versteckt die nationalsozialistische Herrschaft in Berlin, viele von ihnen mit Hilfe ihrer nichtjüdischen Helferinnnen und Helfer. Im Zentrum des Abends stehen die unterschiedlichen Verstecke, in denen sie unter gefährlichsten Umständen überleben konnten, sowie die Geschichte des Passfälschers Cioma Schönhaus, der obwohl selbst verfolgt, vielen „Untergetauchten“ half.

19.00 Uhr David und Sascha Schönhaus vom Bait Jaffe Klezmer Orchestra (Basel) spielen aus ihrem Repertoire russische Stücke, mit denen sie die Musik ihrer Großeltern aufgreifen (Bass und Saxophon).

19.30 Uhr Orte des Überlebens in Berlin
Vorstellung des Buches „Dem Leben hinterher- Fluchtorte Jüdischer Verfolgter“ durch die Schriftstellerin Inge Deutschkron, Vorsitzende des Fördervereins Blindes Vertrauen e.V. Die Sonderausstellung „Dem Leben hinterher – Fluchtorte Jüdischer Verfolgter“ kann davor und danach besichtigt werden. Führungen werden angeboten.    

20.30 Uhr Dokumentarischer Film ‚Oifm Weg’ über Cioma Schönhaus, (35 Minuten), daran anschließend ein Gespräch mit den Söhnen Sascha und David Schönhaus.

22.00 Uhr David und Sascha Schönhaus vom Bait Jaffe Klezmer Orchestra (Basel) spielen aus ihrem Repertoire russische Stücke, mit denen sie die Musik ihrer Großeltern aufgreifen (Bass und Saxophon).

18.00 Uhr bis 23.00 Uhr Stündlich Führungen im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und in der Gedenkstätte Stille Helden

Ort: Rosenthaler Straße 39, 10179 Berlin, Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, Gedenkstätte Stille Helden und Kinosaal des Central Kino.

Die einzelnen Veranstaltungsorte sind ausgeschildert.

16.06.2010 um 19.30 Uhr

Lesung und Zeitzeugengespräch: Klaus Hillenbrand liest aus seinem Buch „Nicht mit uns“ - Das Leben von Leonie und Walter Frankenstein“ Walter Frankenstein berichtet über seine Erfahrungen in der Illegalität

Leonie Rosner und Walter Frankenstein sind noch nicht volljährig und kennen sich gerade ein Jahr lang, als sie 1942 beschließen, zusammenzubleiben. Sie leben in Berlin, verrichten Zwangsarbeit und wissen, dass sie sich niemals in die Deportationszüge „in den Osten“  einreihen lassen werden. Leonie und Walter Frankenstein flüchten Ende Februar 1943 mit ihrem sechs Wochen alten Sohn Uri in die Illegalität. Es gelingt ihnen, sich mehr als zwei Jahre verborgen zu halten. Als der Krieg  am 2. Mai 1945 zu Ende geht, ist Uri gut 2 Jahre und  ihr zweiter Sohn Michael sieben Monate alt.  

Der Journalist Klaus Hillenbrand hat diese Geschichte in enger Abstimmung mit Leonie und Walter Frankenstein aufgezeichnet. Sein Buch „Nicht mit uns - Das Leben von Leonie und Walter Frankenstein“ ist im Jüdischen Verlag im Suhrkamp Verlag erschienen (251 Seiten, 19,80 €, ISBN: 978-3-633-54232-1).

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

25.02.2010 um 18 Uhr

Vom Helfen - Inge Deutschkron im Gespräch mit Bruder Lukas Ruegenberg

Bruder Lukas Ruegenberg illustrierte viele bekannte Kinderbücher, darunter unser „Papa Weidt“. Aber das ist nur eines seiner vielen Arbeitsgebiete. Als in den 1980er Jahren die Zahl der Arbeitslosen ständig stieg, gründete er den „Kellerladen e.V. – Initiative für Gemeinschaftsarbeit“ in einem stark von Arbeitslosigkeit betroffenen Stadtteil von Köln. Es entstand ein vielfältiges Vereinsleben mit Hilfsangeboten für jedermann. Eine Vielzahl von Werkstätten bietet heute Arbeitsplätze, ein Jugendbüro hilft bei der Arbeitssuche, ein Jugendclub sorgt für Abwechslung. Zur selben Zeit erfuhr Bruder Lukas von vielen notleidenden Menschen in Ost-Europa. Mit jungen Leuten seines Vereins führt er seit 1981 Hilfstransporte u.a. in die Ukraine durch und baut dort Werkstätten für Behinderte auf. In der Slowakei unterstützt Bruder Lukas mit seinem Verein ein Dorf, in dem Roma in unbeschreiblicher Armut leben.

Von seiner Arbeit und seinen vielen Erfahrungen bei der Hilfe zur Selbsthilfe in über 25 Jahren Vereinsleben des Kellerladen e.V. will Bruder Lukas Ruegenberg uns berichten.

27.01.2010 um 15 Uhr

Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag

Wie in den vergangenen Jahren gedenken wir den ermordeten Arbeiterinnen und Arbeitern der Blindenwerkstatt Otto Weidt und legen am Gedenkstein vor der ehemaligen Jüdischen Blindenanstalt in Steglitz Blumen nieder.

Ort: Ehemalige Jüdische Blindenanstalt, Wrangelstraße 6 , 12165 Berlin-Steglitz

20.01.2010 um 19:00 Uhr

Podiumsdiskussion: Passt die NPD in unseren Rechtsstaat?

Eine Diskussion mit den Bundestagsabgeordneten Florian Bernschneider (FDP), Sven-Christian Kindler (Bündnis 90/ Die Grünen), Daniela Kolbe (SPD), Niema Movassat (Die Linke), N.N. (CDU, angefragt).
Die Aktivitäten und öffentlichen Erklärungen der NPD und ihrer jugendlichen Mitstreiter geben seit langem Grund zur Sorge. Sie wendet sich gegen Migranten, vornehmlich gegen Menschen mit dunkler Hautfarbe in unserem Land. Sie gedenken und feiern nationalsozialistische Politverbrecher. Ihre Versuche, junge Menschen von ihren irrigen Ansichten zu überzeugen, sind beängstigend und wir fragen uns, ob wir als Demokraten nicht die Aufgabe haben, über die Rechte dieser Partei in unserem Land nachzudenken und energisch gegen sie aufzutreten.

Um Anmeldung wird gebeten.