Gerechte unter den Völkern

Jeweils sechs junge Erwachsene aus Polen, Deutschland und Israel beschäftigten sich mit den Lebensgeschichten von Personen, die während des Zweiten Weltkriegs Juden versteckten und später vom Staat Israel als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet wurden. Sie fragten nach den Formen der Erinnerung an die Lebensretter in den drei Ländern. Sie besuchten Institutionen und Gedenkstätten, die sich mit der Geschichte der Juden in Europa, dem Holocaust oder dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus beschäftigen und analysierten die hier genutzten Darstellungsformen und pädagogischen Methoden.
Ergebnisse der Begegnungen waren ein Radiofeature, ein Theaterstück, eine Ausstellung sowie ein methodischer Workshop zur Auseinandersetzung mit Biografien von „Gerechten“ sowie mit Werten wie Zivilcourage, Akzeptanz von Minderheiten und Gerechtigkeit. Dieser Workshop wurde später mit Schulklassen viele Male in allen drei Teilnehmerländern durchgeführt.
Projektorganisatoren und Partner: Edith Stein Gesellschaft Wroclaw, Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, Haifa Hillel – The Foundation for Jewish Campus Life, Konrad Adenauer Stiftung, World Union of Jewish Students, Jerusalem

Förderer: Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Robert Bosch Stiftung, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Wroclaw

Folgende Begegnungen fanden bisher statt:

04.-14. Juli 2005 in Berlin und Wroclaw
21. April-1. Mai 2006 in Israel
04.-17. August 2006 in Berlin und Wroclaw 
13.-20. April 2007 in Jerusalem und Tel Aviv
03-09. August 2007 in Berlin und Wroclaw
03. Dezember 2007 in Berlin

Das Projekt wurde im Jahr 2006 von „Frieden für Europa – Europa für den Frieden“ ausgezeichnet.

Multiplikatorenwerkstatt 2006
Multiplikatorenwerkstatt 2006