Alice Licht

Alice Licht wird am 25. Juli 1916 in Berlin als einzige Tochter des Kaufmannes Georg Licht und Käthe Licht, geb. Gundermann, geboren. Die Familie wohnt im Hansa-Viertel in Berlin-Tiergarten, ab 1934 in einer Fünfeinhalbzimmerwohnung im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg.
 
Von 1933 bis 1935 absolviert Alice Licht eine Ausbildung als Sekretärin. Ab April 1941 muss sie Zwangsarbeit in der Kunstseidefabrik ACETA AG der IG-Farben leisten. Sie täuscht ein Magengeschwür vor und kann ihre Entlassung durchsetzen. Otto Weidt stellt sie im Juni 1941 ein.
 
Im Februar 1943 versteckt Otto Weidt die Familie Licht in einem Lagerraum der Blindenwerkstatt in der Neanderstraße 12 in Berlin-Mitte. Im Oktober 1943 nimmt die Gestapo die Familie fest und deportiert sie am 15. November 1943 in das Ghetto Theresienstadt. Nach sechs Monaten wird Alice Licht mit ihren Eltern weiter in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Ihre Eltern werden dort ermordet.
 
Alice Licht wird in das Außenlager Christianstadt des KZ Groß-Rosen verlegt. Anfang 1945 gelingt ihr die Flucht nach Berlin. Sie erlebt das Kriegsende in Otto Weidts Wohnung in Berlin-Zehlendorf. Im Sommer 1946 emigriert sie in die USA. Alice Licht stirbt 1987 in Israel.

Alice Licht