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Der Helferkreis um Otto Weidt

Bei vielen Hilfsaktionen ist Otto Weidt auf die Unterstützung vertrauenswürdiger Menschen angewiesen.

Die mit Otto Weidt befreundete Hedwig Porschütz besorgt Nahrungsmittel auf dem Schwarzmarkt. Sie nimmt 1943 die jüdischen Zwillingsschwestern Marianne und Anneliese Bernstein, Grete Seelig und deren Nichte Lucie Ballhorn in ihrer Wohnung auf. 1944 wird Hedwig Porschütz festgenommen und wegen ihrer Schwarzmarktaktivitäten zu 18 Monaten Haft verurteilt.

Als Leiter der Materialverwaltung der Jüdischen Gemeinde nutzt Hans Rosenthal seine Informationen, um Otto Weidt und seine Belegschaft im Februar 1943 vor der als „Fabrik-Aktion“ bezeichneten Großrazzia zu warnen.

Als die Familie Licht in einem von Otto Weidt organisierten Versteck lebt, behandelt der jüdische Arzt Dr. Gustav Held den schwer erkrankten Georg Licht. Held ist durch seine nichtjüdische Ehefrau Inge vor der Deportation geschützt. Inge Held besorgt für Untergetauchte Medikamente bei der benachbarten Arzneimittelfirma Kuby & Co.

Der Druckereibesitzer Theodor Görner in der Rosenthaler Straße 26 organisiert falsche Ausweise und beschäftigt in seinem Betrieb versteckt lebende Juden, wie zum Beispiel Inge Deutschkrons Mutter Ella. Im ehemaligen Werkstattkeller in der Großbeerenstraße 92 verbirgt der Werbekaufmann Karl Deibel politisch und „rassisch“ Verfolgte, unter ihnen die Geschwister Grete und Leo Seelig.

 

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