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Arbeiterinnen und Arbeiter in der Blindenwerkstatt

Namentlich sind 33 jüdische Arbeiterinnen und Arbeiter bekannt, die in den Jahren 1940 bis 1945 in der Blindenwerkstatt Otto Weidt beschäftigt waren. Die „Einsatzstelle für Juden“ hatte sie als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter dorthin vermittelt. Otto Weidt schützte sie, er beschaffte ihnen Lebensmittel und stand ihnen mit Rat zur Seite. Nur sieben von ihnen überlebten – durch ihre Ehe mit einem nichtjüdischen Partner, im Versteck oder im Konzentrationslager.
 
Unser Kenntnisstand über die Lebensgeschichten dieser Menschen ist unterschiedlich. In vielen Fällen sind lediglich Daten über Geburt, Familienstand, Wohnort und Deportation überliefert. Quellen für diese Angaben sind Vermögenserklärungen, die jüdische Verfolgte vor ihrer Deportation auszufüllen hatten, sowie Deportationslisten der Gestapo. Leider geben diese Daten keine Auskunft über den persönlichen Lebensweg der Verfolgten.
 
Durch Dokumente wie Familienfotos, Briefe und Gedichte, die wir von Überlebenden und Nachkommen der Überlebenden und Ermordeten erhalten haben, können wir einige Lebensgeschichten genauer darstellen.

 

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Gruppenbild der Arbeiterinnen und Arbeiter. Quelle: MBOW
Gruppenbild der Arbeiterinnen und Arbeiter